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Kältedämmung gegen Schwitzwasser und Energieverlust

Wo kalte Leitungen auf warme Raumluft treffen, kondensiert Wasser – an der Rohroberfläche oder unbemerkt unter einer undichten Dämmung. Wir dämmen Kälte-, Klima- und Kaltwasserleitungen dampfdicht und lückenlos, damit die Kälte im System bleibt und die Anlage trocken.

Kälteleitungen und Armaturen mit schwarzer Kautschukdämmung

Dämmstoffe

Kautschuk, Schaumglas

Ziel

kein Schwitzwasser

Gesetz

§ 70 GModG

Warum Kälteleitungen anders gedämmt werden als Heizungsrohre

Bei einer Heizungsleitung fließt Wärme nach außen. Bei einer Kälteleitung kehrt sich das um: Warme Raumluft und mit ihr Wasserdampf drängen zur kalten Rohroberfläche. Sinkt die Temperatur an irgendeiner Stelle unter den Taupunkt der Luft, fällt Wasser aus.

Deshalb gelten für den Kälteschutz zwei Grundregeln: Die Dämmschicht muss dick genug sein, damit ihre Oberfläche über dem Taupunkt bleibt. Und sie muss durchgehend dampfdicht sein – jede offene Fuge, jede ungedämmte Halterung ist eine Schwachstelle.

Folgen von Kondensat

Die Folgen zeigen sich oft erst nach Monaten:

Tropfwasseran Decken, Kabeltrassen und Geräten
Korrosionan Rohren, Halterungen und Armaturen
Durchfeuchtete Dämmungdie immer schlechter dämmt – und dadurch noch mehr Kondensat zulässt
Schimmelan angrenzenden Bauteilen

Welche Dämmdicke Kälteleitungen brauchen

Entscheidend ist der Taupunkt. Er hängt von der Temperatur des Mediums, der Raumtemperatur und der Luftfeuchte ab. Eine Kaltwasserleitung mit 6 °C braucht in einer feuchten Technikzentrale deutlich mehr Dämmung als in einem trockenen, klimatisierten Flur. Wir berechnen die Dämmdicke deshalb für die tatsächlichen Bedingungen vor Ort.

Was das Gebäudemodernisierungsgesetz verlangt

Für Kälteverteilungs- und Kaltwasserleitungen samt Armaturen von raumlufttechnischen Anlagen und Klimakältesystemen schreibt § 70 GModG bei Einbau oder Austausch eine Mindestdämmung vor: 9 mm bis 22 mm Innendurchmesser, 19 mm darüber – bezogen auf einen Dämmstoff mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m·K). Diese Werte begrenzen den Energieverlust. Vor Schwitzwasser schützen sie allein nicht in jedem Fall.

§ 70 GModG

9 mm

bis 22 mm Innendurchmesser

19 mm

darüber

Kautschuk oder Schaumglas

Kälteleitungen mit Kautschukdämmung

Synthetischer Kautschuk – der Standard für Kälte- und Klimaleitungen

Synthetischer Kautschuk ist geschlossenzellig und setzt Wasserdampf einen sehr hohen Widerstand entgegen. Er ist flexibel und lässt sich eng um Bögen, Abzweige, Armaturen und Geräteanschlüsse führen – auch in engen Trassen.

Wir verarbeiten Kautschuk als Schlauch und als Platte, in verschiedenen Ausführungen je nach Anforderung.

Die Dämmwirkung steht und fällt mit der Verarbeitung: Alle Längs- und Stoßfugen werden mit systemgerechtem Kleber vollflächig verklebt, Halterungen und Armaturen lückenlos eingebunden.

Mit Schaumglas gedämmte Rohrleitungen

Schaumglas – für tiefe Temperaturen und hohe Belastung

Schaumglas besteht aus geschlossenen Glaszellen. Es ist dampfdicht, nichtbrennbar, formstabil und druckfest. Wir setzen es dort ein, wo Kautschuk an seine Grenzen kommt:

  • bei sehr tiefen Medientemperaturen
  • in Industrie- und Kälteanlagen mit großen Rohrdurchmessern
  • an Auflagern, die das Gewicht der Leitung tragen müssen
  • bei erhöhten Anforderungen an den Brandschutz

Schaumglas wird als Schale oder Segment verlegt, verklebt und anschließend ummantelt.

Oberfläche und Schutz der Kältedämmung

In Innenräumen kann Kautschuk sichtbar bleiben. Im Freien braucht er Schutz vor UV-Strahlung – durch einen Schutzanstrich oder eine Ummantelung. Wo Leitungen begangen oder mechanisch belastet werden, schützt eine Ummantelung aus Blech oder Folie die Dämmung. Bei der Befestigung achten wir darauf, dass die dampfdichte Schicht nicht durchstoßen wird →

Blechummantelung

Für wen wir dämmen

Sie übergeben uns die druckgeprüfte Anlage, wir dämmen Leitungen, Armaturen und Bauteile dampfdicht bis an die Geräte heran.

Leistungen ansehen →

Wir bestimmen die Dämmdicke nach Taupunkt und Raumklima und empfehlen, wo Kautschuk genügt und wo Schaumglas die bessere Wahl ist.

Leistungen ansehen →

So läuft ein Auftrag ab

  1. 01

    Anfrage

  2. 02

    Aufmaß und Raumklima

  3. 03

    Berechnung und Angebot

  4. 04

    Ausführung

  5. 05

    Abnahme

Häufige Fragen zur Kältedämmung

Warum tropft eine Kälteleitung trotz Dämmung?

Meist ist Feuchtigkeit durch offene Fugen, beschädigte Stellen oder ungedämmte Halterungen hinter die Dämmung gelangt. Oder die Dämmung ist für das Raumklima zu dünn. Durchfeuchtete Dämmung muss ersetzt werden – Nachkleben allein reicht selten.

Wie dick muss die Dämmung von Kälteleitungen sein?

Das Gebäudemodernisierungsgesetz verlangt für Kälte- und Klimaleitungen mindestens 9 mm bis 22 mm Innendurchmesser und 19 mm darüber. Gegen Schwitzwasser ist oft mehr nötig. Die richtige Dicke ergibt sich aus Medientemperatur, Raumtemperatur und Luftfeuchte.

Kautschuk oder Schaumglas – was ist besser?

Kautschuk ist der Standard in der Haustechnik: flexibel, schnell verarbeitet und dampfdicht. Schaumglas spielt seine Stärken bei sehr tiefen Temperaturen, großen Durchmessern, lastabtragenden Auflagern und hohen Brandschutzanforderungen aus.

Kann man Kälteleitungen mit Mineralwolle dämmen?

Nur mit einer vollständig dichten Dampfsperre. Ohne sie nimmt die offenporige Mineralwolle Feuchtigkeit auf und verliert ihre Dämmwirkung. Für Kälteleitungen setzen wir deshalb geschlossenzellige, dampfdichte Dämmstoffe ein.

Muss Kautschuk im Freien geschützt werden?

Ja. UV-Strahlung schädigt die Oberfläche von Kautschuk. Im Außenbereich braucht die Dämmung einen Schutzanstrich oder eine Ummantelung aus Blech oder Folie.

Was brauchen Sie für ein Angebot?

Medientemperatur, ungefähre Leitungslängen und Durchmesser, den Einbauort und Fotos der Anlage. Ein Leistungsverzeichnis, falls vorhanden.

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Bauprojekt anfragen

Schreiben Sie uns kurz, was gedämmt werden soll – gern mit Fotos oder Leistungsverzeichnis. Wir melden uns mit Rückfragen oder einem Angebot.